Gott hat den Plan...
...für dich, für mich, für alles.
Einer meiner Lieblingsverse der Bibel ist Psalm 37,5.
"Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen"
Die Bibel betont oft, wie Gott die Menschen berufen hat, an andere Orte zu gehen oder etwas zu tun. Manchmal sagt er dabei nichts Genaueres, sondern erwartet ihr Vertrauen. Diese Erwartungshaltung können wir auch auf uns beziehen.
Es ist sicherlich nicht falsch, selbst auch Pläne aufzustellen. Aber wie oft kommt "etwas dazwischen", können Pläne nicht so umgesetzt werden wie gedacht?
Was ist, wenn Gott uns in genau diesen Momenten wieder auf den Weg zurückbringt, den ER für uns vorbereitet hatte? Keiner von uns kann in die Zukunft blicken. Wir können über mögliche Folgen unserer Handlungen nur spekulieren. Doch für unseren ewigen Gott gibt es keine Zeit. Er weiß Dinge über uns und unser Leben, die wir selbst noch nicht wissen oder erkannt haben UND er hat den Weitblick über alles, was auf der Welt geschieht. Das sind so viele Dinge, dass wir es gar nicht fassen können.
Gott hat einen Plan für unser Leben und weiß auch, was wir auf unserem Lebensweg lernen müssen. Mit allem, was wir unterwegs erleben, möchte Gott unseren Charakter und unsere Fähigkeiten formen. Wenn wir das zulassen, kann er in unserem Leben Dinge verwirklichen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.
Vertrauen in Gott klingt leicht, doch es ist nicht immer leicht, auch für mich nicht. Ich selbst neige dazu, alles selbst im Griff haben zu wollen. An eigenen Plänen strikt festzuhalten vermittelt das Gefühl von Sicherheit. Wenn wir aber bedenken, dass nur Gott die umfassende Weitsicht hat, ist diese Sicherheit ja eigentlich nur Illusion. Vielleicht sollte man eigene Pläne eher als grobe Tagesstrukturierung betrachten.
Wenn wir eigenen Plänen folgen, können wir zwar auch selbst steuern, wie schnell es voran geht. Ich denke aber, dass das auch schnell in einem Ziel-nachjagen enden kann, vor allem, wenn man eher ungeduldig ist.
Auf Gottes Plan zu vertrauen, schult also auch unsere Geduld und die Fähigkeit zum Stille sein. Wie es etwas weiter in Psalm 37 heißt
"Sei stille dem Herrn und warte auf ihn." (Psalm 37,7)
Gott nutzt Ruhephasen auch, damit wir Zeit haben, zu reflektieren, zu beten und Gemeinschaft mit ihm zu suchen (durch Bibelstudium). Denn nur im Gebet und in Beziehung zu Gott können wir überhaupt erfahren, was er von uns möchte, und welche nächsten Schritte er für uns sieht.
Zeit dient uns dazu, Widerfahrenes zu verarbeiten, eigene Schwächen und Fehler zu erkennen. Und wir können Gott dann darum bitten, eigene Hürden zu überwinden.
Die Frage ist, ob wir den Mut haben, auf Gottes Plan zu vertrauen und dem zu folgen, auch wenn es vielleicht den geltenden Normen nicht entspricht.
Dafür möchte ich beten:
Herr, ich weiß dass du uns besser kennst, als wir uns selbst und dass du unser aller Geschichten bereits festgeschrieben hast, noch bevor wir geboren waren. Es fällt uns oft schwer, einfach zu vertrauen, weil wir vieles über uns noch nicht wissen, was du bereits weißt. Du weißt, zu was wir fähig sind und möchtest uns zu großen Dingen nutzen. Bitte hilf uns, den Mut zu haben, auf dich zu vertrauen und deinen Anweisungen zu folgen. Hilf uns offen zu sein für Veränderungen, die du in uns bewirken kannst. Damit du uns schrittweise den großartigen Plan offenbaren kannst, den du für jeden von uns hast. Im Namen Jesu Christi, Amen.
Wie leicht fällt es dir auf Gott zu vertrauen?

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