Weihnachten im Licht der Bibel
Wenn der Weihnachtsmann Geschenke bringt
Meine Kinder haben ein Buch über einen Bären, der im Jahreslauf verschiedene Abenteuer erlebt. Sie hören die Geschichten gern, zumal sie auch recht amüsant geschrieben sind. Allerdings fällt mir beim Lesen immer wieder auf, dass es (wie oftmals üblich) keinen Bezug zu Gott gibt.
In einer der Geschichten geht es um ein Weihnachtsfest, das die Tiere des Waldes gemeinsam begehen. Sie schmücken gemeinsam einen großen Baum und am Heiligen Abend gehen die Eltern mit ihren Kindern zum Fest und warten dort darauf, dass der Weihnachtsmann mit dem Schlitten kommt und die Geschenke verteilt. Mit dabei ist natürlich auch Rudi, das Rentier, und das Christkind (dargestellt als kleines weibliches Engelchen). Und während die Kinder der Reihe nach ihre Geschenke erhalten, hoffen sie natürlich, dass sie auch brav genug waren, um das zu bekommen, was sie sich gewünscht haben.
Die Geschichte aus der Bibel
Da ich mich nun als Christ sehe und an Jesus/Gott/die Bibel glaube, nehme ich solche Geschichten gern als Anlass, um meinen Kindern die Weihnachtsgeschichte der Bibel noch einmal nahe zu legen. Gern lese ich dazu die passenden Zeilen der (Kinder-)Bibel vor, z.B.:
Der Engel sprach zu Maria:
"Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. (Lk 1,31-33)
Und später anlässlich der Geburt Jesu, sprach wieder ein Engel zu Hirten auf einem Feld in der Gegend:
"Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids." (Lk 10-11)
Wie erkläre ich das meinen Kindern?
Ich versuche mit den Bibelversen meinen Kindern zu zeigen, dass Weihnachten vor allem ein riesengroßes Geschenk Gottes an die Menschen ist, da er mit Jesus (dem wahren Christkind) die Erlösung von den Sünden schickt. Das Jesus später stellvertretend für uns alle die Strafe für sündhaftes Verhalten auf sich nimmt (Kreuzigung) und uns mit unserem Glauben ewiges Leben schenkt (Auferstehung). Dabei habe ich auch erklärt, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, der Geschenke bringt, denn ich halte das für eine Lüge.
Es geht nicht darum, ob Kinder brav genug gewesen sind, um Geschenke zu erhalten. Ich erkläre meinen Kindern vor allem, dass Geschenke, der Stress darum und die Frage, wer das beste bekommt nicht der Mittelpunkt von Weihnachten sein dürfen. Sondern, dass Gott uns so liebt, dass er uns ein großes Geschenk gemacht hat mit Jesus Christus, egal wer wir sind und was wir bisher getan haben, und dass wir das immer annehmen dürfen.
Selbstverständlich dürfen Menschen sich auch gegenseitig etwas schenken. Aber es sollte dabei deutlich werden, dass wir schenken, um Freude zu machen und um zu zeigen, dass wir jemanden gern haben. Die Liebe, die Gott uns schenkt, soll weitergegeben werden. Es muss nicht das größte, teuerste und neueste Spielzeug sein. Viel wichtiger ist meiner Meinung nach, eine friedliche und liebevolle Zeit mit anderen Menschen zu haben.
In diesem Sinne möchte ich für uns alle beten, dass Gott uns mit viel Liebe, Geduld, Frieden und was für jeden von uns noch nötig ist, erfüllt. So, dass wir ein schönes und bedeutungsvolles Weihnachtsfest miteinander verbringen können. Seid gesegnet in den nächsten Tagen. Amen.
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