Warum wir alle vom Sühnopfer Jesu profitieren



Zum heutigen Gründonnerstag erinnern wir uns an das Abendmahl, das letzte Mahl, das Jesus gemeinsam mit seinen Jüngern einnahm. Er wusste bereits, welches Schicksal ihn erwartete und hatte es bereits einige Male angekündigt.

Beim Abendmahl betonte Jesus noch einmal die Bedeutung seines baldigen Todes:

"Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden." (Matthäus 26,27-28)

Ich weiß noch, wie ich damals als Jugendliche mit meiner Lehrerin diskutiert habe. Ich konnte nicht verstehen, warum es für mich wichtig sein könnte, die Botschaft der Bibel zu verinnerlichen. Ich habe darüber gestritten, ob ich denn da gleich ein schlechter Mensch sei, wenn ich nicht daran glaube. Denn ich hatte für mich selbst den Eindruck, dass ich doch eigentlich ein guter Mensch bin. Ich hatte aber auch keine Ahnung von Gott oder der Bibel.

Aus heutiger Sicht denke ich, dass dies einer der ersten Rufe von Gott zu mir war. Eine Aufforderung, mich ihm zuzuwenden. Doch ich lehnte es ab. 

Wenn ich mir heute die Bibel durchlese erkenne ich oft, wie falsch mein Verhalten war und auch heute noch oft ist. 

Wenn du selbst die Bibel liest, zum Beispiel die Briefe des neuen Testaments, erinnerst du dich sicherlich auch hin und wieder an Situationen, in denen du aus Gottes Sicht falsch gehandelt hast. Sei es eine Lüge, Rachegedanken, nachtragend sein, Trunkenheit, Unzucht, schlecht über den Mann/die Frau zu sprechen oder sonst etwas.

Jeder kann an sich etwas entdecken, dass nicht Gottes Willen entspricht und das ein gutes gemeinschaftliches Zusammenleben stört. 

"Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist." (Römer 3, 23-24)

"Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. "(Römer 3,10)

Genau deshalb kam Jesus in die Welt, um uns Sündern aufzuzeigen, was wir falsch tun und wie wir es besser machen können und um uns von unserer Schuld zu befreien. Denn die Konsequenz für unser sündhaftes Verhalten wäre die ewige Trennung von Gott, der Tod. Jesus nahm dies als unser Opferlamm auf sich. 

Wir sind eingeladen, Gott unsere Schuld zu bekennen, um Vergebung zu bitten und sie bei Jesus am Kreuz abzugeben. Und er ist auch gern bereit, uns auf dem Weg der Besserung zu begleiten, wenn wir ihn darum bitten.

Ich bete für dich und auch für mich, dass der morgige Karfreitag Raum für Reflektion bietet und für Selbsterkenntnis. Möge dir diese Zeit helfen, neue Wege in deinem Leben zu gehen und altes, undienliches gehen zu lassen. Lasse den Geist Gottes in dein Herz, sodass auch du vom Kreuzestod Jesu einen nutzen ziehen kannst.

Amen.

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